Berichte


Jahreshauptversammlung 2019

Mitglieder unseres Ortsvereins sind am Mittwoch, 8. Mai, zur Jahreshauptversammlung in unserer Geschäftsstelle in Langen zusammengekommen. An diesem Abend standen auch die Neuwahlen des Vorstands an. In ihren Ämtern bestätigt wurden Claudia Schneider als Vorsitzende sowie Anja Lord als Stellvertreterin, Schatzmeister bleibt Andreas Schwarz und Ines Müller-Stickler ist weiterhin die Sprecherin des Vereins. Aus persönlichen Gründen ist Andrea de las Heras aus dem Vorstand ausgeschieden. 

 

Finanziell steht der Ortsverband auf einem soliden Fundament, erläuterte Schatzmeister Andreas Schwarz der Versammlung; das bestätigte auch der Wirtschaftsprüfer nach der Jahresabschlussprüfung dem Verein. Der Finanzchef zeigte sich allerdings besorgt über das zurück gehende Spendenaufkommen im vergangenen Jahr. Der besondere Rückhalt der Arbeit für die Kinder der Region stelle die verlässliche finanzielle Unterstützung durch den Kreis Offenbach sowie die Kommunen Dietzenbach, Dreieich, Egelsbach, Langen und Neu-Isenburg dar. Doch können Projekte und Angebote nur dann aufrechterhalten werden, wenn genügend Spenden gesammelt werden. Dies könne nur mit vereinten Kräften in diesen schwierigen Zeiten erreicht werden, mahnte Vorsitzende Claudia Schneider.  

Foto: Der neue, alte Vorstand des Kinderschutzbund Westkreis Offenbach e.V. (von links nach rechts): Anja Lord, Ines Müller-Stickler, Claudia Schneider ,Andreas Schwarz.


Kinderrechte an der Goetheschule Neu-Isenburg

„Wir wollen mehr tun“ – so reagierte die Schülervertretung der Goetheschule in Neu-Isenburg auf eine Anfrage des Kinderschutzbund Westkreis Offenbach e.V.. Sabrina Zimmer, Sozialpädagogin beim KSB und der Goetheschule durch verschiedene Aktionen eng verbunden, hatte vorgeschlagen, eine Aktion zu den Kinderrechten an dem Gymnasium zu machen. Mehr Mitbestimmung, Schutz vor Gewalt, viel freie Spielzeit – darüber sollten die Schülerinnen und Schüler in der Pause abstimmen. „Die Schüler waren sofort begeistert“, berichtet Sabrina Zimmer, „doch sie wollten sich gern weiter engagieren.“ So wurden fleißig Kuchen gebacken, die dann am Kinderrechte-Wahltag in den Pausen zugunsten des Kinderschutzbundes verkauft wurden.

Die schöne Summe von 100 Euro ist zusammengekommen. „Darüber freuen wir uns ganz besonders“, sagte die Vorsitzende des KSB, Claudia Schneider, „gerade weil die Schüler die Initiative ergriffen haben. Das bedeutet uns viel.“  

Die Kinderrechte-Wahl an der Goetheschule hat ergeben, dass für die Schülerinnen und Schüler der Schutz vor Gewalt oberste Priorität hat, gefolgt von Gleichbehandlung und Bildung.

Bei der Übergabe der Spende an der Goetheschule: Marion Moritz (Mitte) nahm für den Kinderschutzbund die Spende entgegen, Schulleiter Ralph Hartung (links) und Mitglieder der Schülervertretung. 


Stri(c)kt gegen Gewalt

DKSB Westkreis Offenbach e.V. beteiligt sich an Dreieicher Aktion

Ein beeindruckendes Bild: In allen Farben, mit vielen Mustern, Verzierungen, Logos und Schriftzügen liegen die gestrickten und gehäkelten Quadrate auf dem Platz vor dem Dreieicher Bürgerhaus aus. Zum internationalen Tag "Nein zu Gewalt gegen Frauen und Mädchen", der weltweit begangen wird, hat sich Karin Siegmann vom Dreieicher Frauenbüro mit einigen Mitstreitern diese besondere Aktion einfallen lassen. „Wir wollen ein deutliches  Zeichen gegen Gewalt setzen“, sagte sie zur Eröffnung der Kunst-Aktion.

Viele Frauen, alt und jung, Mädchen und auch einige Männer waren gekommen, um bei dieser Aktion dabei zu sein. Bürgermeister Dieter Zimmer zeigte sich beeindruckt von der Menge und Vielfalt der Werke und hob besonders hervor, dass sich auch viele Gruppierungen beteiligt hätten, darunter auch der Kinderschutzbund Westkreis Offenbach e. V.

Frauen aus Vorstand und Team haben Quadrate in den Kinderschutzbund-Farben blau und weiß gestrickt und gehäkelt.

Am Mittwoch, 16. Januar, lädt das Frauenbüro in die Stadtbücherei in die Dichterstraße ein. Von 14 Uhr an werden die Quadrate zusammen genäht zu Kissen, Decken, Taschen, um so die Aktion weiter zu tragen.


Aufnahme der Kinderrechte in die Landesverfassung - ein großer Schritt

Mit 89,1% haben die Hessischen Wählerinnen und Wähler der Verfassungsänderung zur Aufnahme der Kinderrechten in Artikel 4 zugestimmt.

 

Als Kinderschutzbund freuen wir uns mit den Kindern, dass ihre spezifischen Rechte eine so hohe Zustimmung erhalten haben. Es ist uns als Lobby für Kinder wichtig, Kinder ernst zu nehmen in ihrer eigenständigen Persönlichkeit und ihnen zu zuhören. Sie vor Gewalt und Vernachlässigung zu schützen gehört zu einer der wichtigsten Aufgaben, die durch das Verfassungsrecht nochmals deutlich unterstrichen wird,“ äußert Verone Schöninger, Landesvorsitzende des DKSB

 

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist das verankerte Beteiligungsrecht der Kinder in allen sie betreffenden Angelegenheiten. Sonja Student, Vorsitzende von Makista e.V. weiß, wie wichtig Kindern die Beteiligungsrechte sind und welchen Wert sie für die Demokratieerziehung haben: „Kinder haben ein Recht, sich zu beteiligen und bei Entscheidungen, von denen sie betroffen sind, gehört und beteiligt zu werden. So wachsen sie selbstverständlich in eine demokratische Gesellschaft hinein. Das zu lernen und zu leben ist eine wichtige Aufgabe von Eltern und aller Bildungseinrichtungen. Vor allem in Zeiten, in denen Menschenrechte und Demokratie offen in Frage gestellt werden.“ 

 

Der Kinderschutzbund und Makista hatten zusammen mit der Hessischen Beauftragten für Kinder- und Jugendrechte eine Kampagne zur Aufnahme der Kinderrechte in die Hessische Verfassung gestartet, die von vielen weiteren Organisationen unterstützt wurde. Sowohl im Schüler-Innen-Landtag als in zahlreichen Aktionen zwischen Weltkindertag und Volksabstimmung haben sich die Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen der Kinderrechteschulen und der Ortsverbände des DKSB aktiv für die Stärkung der Kinderrechte in Hessen engagiert. 

 

Kinderrechte stärken Elternrechte“ betont die Vorsitzende des Kinderschutzbundes, denn Eltern und Kinder können sich z.B. gemeinsam für gute Bildung einsetzen und für ihre Kinder fordern. Die oft geführte Diskussion, dass Kinderrechte Elternrechte schwächen, sieht der Kinderschutzbund nicht. „Gerade die Aufnahme der Kinderrechte stärkt auch die Eltern in ihrem Wunsch, für ihre Kinder das Beste zu wollen, sei es bei der Förderung der Bildung oder einer guten Gesundheitsfürsorge. Verfassungsrecht lässt sich nicht einfach so vom Tisch wischen.“

 

Heute freuen sich die beiden Organisationen und die vielen Aktiven über die Aufnahme der Kinderrechte in die Hessische Verfassung und wissen, dass es nun eine gemeinsame Aufgabe aller Hessen ist, die verfassungsmäßigen Rechte der Kinder mit Leben zu füllen und im Alltag umzusetzen.